Rückblick 2015

Die 20. Stuttgarter Kinderfilmtage fanden vom 1. - 5.12.2015 zu dem Thema "Die kunterbunte Welt in Stuttgart" statt.

Das Thema des medienpädagogischen Fachtags am 2.12.2015 lautete "Medien verbinden, Vielfalt praktisch erleben".
Die offene  Elternveranstaltung gestalteten Derya Bermek-Kühn und Aytekin Celik, Referenten im Landesnetzwerk des ajs (Aktion Jugendschutz), zum Thema "Mobile Mediennutzung in der Familie" auf deutscher und türkischer Sprache.

Kinderjury 2015

Die Kinderjury bei der Nachbesprechung eines Filmes.

Jakob Emmerich (10 Jahre), Eylert Dieckmann (10 Jahre), Jacqueline Maria Guitu (10 Jahre), Marit Grohmann (12 Jahre), Lea Meyle (12 Jahre), Antonia Nentwig (10 Jahre) und Zacharias Zimmert (10 Jahre)

Begründung der Kinderjury für die Preisvergabe des Charly 2015

Jakob
„Wir, die Kinderjury, haben täglich zwei Filme des Internationalen Wettbewerbs gesehen. Nach der Sichtung haben wir gemeinsam die Filme lange diskutiert und ihre Inhalte, Machart und Gestaltung verglichen und bewertet. Am Ende jeden Tages haben wir eine Rangliste der bisher gesehenen Filme aufgestellt.“

Marit
„Im Internationalen Wettbewerb konkurrierten sieben Filme aus sieben Ländern und vier Kontinenten um den Charlie, den Preis der Kinderjury. Die Filme kamen aus China, Indien, Russland, den Niederlanden, Italien, Guatemala und Australien. Neben eher Bekanntem haben wir viel Neues und Unbekanntes über die Lebenswelten und Lebensbedingungen von Kindern in uns fremden Ländern erfahren.“

Jakob
„Vier Filme haben uns besonders gefallen: „Baumhauskönige“ aus Holland,  „Regenbogen“ aus Indien, „Das himmlische Kamel“ aus Kalmückien in Russland  und „Papierflieger“ aus Australien.“

Zacharias
„Schließlich hat uns aber ein Film besonders überzeugt. Einstimmig haben wir unseren Siegerfilm gewählt.
Den Charlie, den mit 5.000 € dotierten Preis des Internationalen Wettbewerbs, verleiht die Kinderjury dem australischen Film:“

Alle
„PAPIERFLIEGER“
                                                   
Antonia
„Der Film erzählt einfühlsam und spannend zugleich die Geschichte von Dylan, der sich für den Bau von Papierfliegern begeistert, wie er es als kleines Kind von seiner verstorbenen Mutter gelernt hatte. Er kann seine Begeisterung allerdings nicht mit seinem Vater teilen, weil der seit dem Tod seiner Frau, Dylans Mutter, wie gelähmt ist und sich für Nichts mehr interessiert.“

Lea
„Freundschaften mit einem Jungen und einem Mädchen und die Unterstützung seiner Klasse helfen ihm, die Trauer über den Tod seiner Mutter zu überwinden. Sie geben ihm auch die Kraft, sich auch ohne väterlichen Beistand in die Modellbauwettbewerbe zu stürzen. Bei diesen Wettbewerben lernen dann auch alle Konkurrenten, dass es Wichtigeres gibt als Gewinnen, nämlich Freundschaft und Beziehungen zu den Anderen.“

Eylert
„ „Papierflieger“ hat uns von Anfand an gefesselt. Er hat wichtige und ernste Themen spannend und manchmal auch lustig inszeniert. Die Geschichte stimmt und die Kamera hat sie in faszinierende Bilder an tollen Drehorten umgesetzt, zum Beispiel die Flugaufnahmen der Papierflieger und des Raubvogels. Tolle Perspektiven, Zeitlupen und Zeitraffer steigern die Dramatik der Geschichte.“

Jacqueline
„Die Schauspieler waren als Charaktere gut ausgewählt. Sie haben beeindruckend gespielt. Nicht nur die Hauptdarsteller, sondern in einer Nebenrolle ein toller Opa. Weil die Geschichte so gut erzählt und inszeniert ist, wurde der Film nie langweilig und blieb bis zum schönen happy end spannend. Der Film hat uns begeistert und bei allen ein gutes Gefühl hinterlassen.“

Fotos © Alexandra Künkel, Evangelisches Medienhaus GmbH