Rückblick 2019

Mit dem Motto "Filme, die Welten öffnen!" starteten die Stuttgarter Kinderfilmtage am 15. Januar 2019 in eine neue Woche mit qualitätsvollen Filmen und vielen Aktionen um die Filme herum. Zur Eröffnung waren die Kinderbeauftrage der Stadt Stuttgart Maria Haller-Kindler sowie die Leiterin des Kinderhospizes Stuttgart anwesend.

Der wieder sehr gut besuchte Medienpädagogischen Fachtag zum Thema "Schaurig schön! Ein kindgerechter Umgang mit Monstern, Märchen und Mystery" fand am 16. Januar statt.

Und übrigens: Gewonnen hat der Film "Supa Modo". Herzlichen Glückwunsch!

  • add Begründung der Jury für die Preisvergabe an "Supa Modo"

    Elisa
    Wir, die Kinderjury, haben uns vor Festivalbeginn mehrere Wochen lang einmal wöchentlich zur Vorbereitung getroffen, um die Grundlagen filmischer Gestaltung und wichtige Beurteilungskriterien zu erlernen. Beim Festival selbst haben wir dann täglich 1-2 Filme des Internationalen Wettbewerbs gesehen. Nach der Sichtung haben wir gemeinsam die Filme diskutiert und ihre Inhalte, Machart und Gestaltung verglichen und bewertet. Am Ende jeden Tages haben wir eine Rangliste der bisher gesehenen Filme aufgestellt.

    Enes
    Im Internationalen Wettbewerb konkurrierten sechs Filme aus sechs Ländern und vier Kontinenten um den Preis der Kinderjury. Die Filme kamen aus Kenia, Island, Kanada, Schweden, Frankreich und China. Neben Bekanntem haben wir Neues und Unbekanntes über die Lebenswelten und Lebensbedingungen von Kindern in uns fremden Ländern erfahren.

    Giyasi
    3 Filme haben uns besonders gefallen:

    • "Supa Modo" aus Kenia,
    • "Ballade von Tibet" aus China  und für die jüngeren Zuschauer
    • "Gordon&Paddy" aus Schweden

    Interessant waren aber auch alle anderen Filme, so dass wir es insgesamt mit einer tollen Filmauswahl zu tun hatten

    Carlotta
    Die Entscheidung ist uns sehr, sehr schwer gefallen. Wir haben heftig und teilweise kontrovers diskutiert. Lange Zeit war nicht klar, welcher von den beiden Filmen, die schließlich als Favoriten übrig blieben, das Rennen machen würde. Erst ganz zum Schluss hat sich die Jury – schweren Herzens,  dann aber fast einstimmig – auf einen Titel festgelegt. Der Preis der Kinderjury geht an den kenianschen  Film

    Alle: Supa Modo

    Samuel
    Der Film erzählt von den letzten Lebenswochen der tödlich erkranktem 9 jährigen Jo. Sie träumt davon als Superheldin noch einmal fliegen zu können. Diese Träume geben ihr Kraft. Ihre Schwester arrangiert entgegen die Anweisungen der Mutter einige Gelegenheiten, bei denen Jo ihre scheinbaren Superkräfte zeigen kann. Bei einem Filmprojekt, das die gesamte Dorfgemeinschaft für sie inszeniert, geht ihr größter Wunsch in Erfüllung. Sie ist als fliegende Superheldin zu sehen.
    Die Vorführung des Films vor der Dorfgemeinschaft nach Jos Tod spendet Ihrer Mutter Trost.

    Tile
    Die Geschichte wir trotz des ernsten Hintergrundes mit viel Humor und Witz inszeniert. So gelingt es, dem Thema Krankheit und Tod etwas von seiner Schwere zu nehmen. Dadurch ist es für Kinder leichter zu verarbeiten. Der Film bewegt die Zuschauer sehr. Aber trotz aller Traurigkeit ist während des Films immer wieder auch fröhliches Lachen zu hören. Neben der sehr guten Inszenierung sind vor allem die schauspielerischen Qualitäten der Hauptdarstellerinnen hervorzuheben und da insbesondere die beeindruckende Leistung des jungen Mädchens, das Jo verkörpert.

    Nikos
    Die Jury ist es wichtig, den chinesischen Film „Ballade von Tibet“ mit einer besonders lobenden Erwähnung zu ehren .Die Jury war bewegt und beeindruckt, wie dieser Film das Lebensziel einer kleinen Gruppe blinder Kinder, einmal im Fernsehen als Sänger auftreten zu können, trotz vieler widriger Umstände in eindrucksvollen Bildern realisiert.

    Linus
    Außerdem möchte die Jury noch den Film "Gordon&Paddy" hervorheben.
    Dieser gut gemachte Animationsfilm ist insbesondere für die jüngeren Kinder (ab 6 Jahren) geeignet. In schönen Bildern und ruhiger Erzählweise zeigt der Film, wie zwei Waldpolizisten in liebevoller Zusammenarbeit ihre Waldgemeinschaft vor Schaden bewahren.